Groß Ammensleben - Benediktinerkloster *
Graf Dietrich II. von Ammensleben gründete kurz vor seinem Tod um das Jahr 1120 gemeinsam mit seiner Gemahlin ein Chorherrenstift des Augustinerordens. Obwohl die Kirche kein romanischer Bau mehr ist, so sind doch bedeutende Teile des Ursprungsbaus aus dem
12. Jahrhundert erhalten, so das dreischiffige achtjochige Langhaus und Teile des romanischen Chores.
Geschichtliche Daten:
Der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes in Hamersleben Thietmar erwirkte 1120 ein Schutzprivileg von Papst Honarius II. Umwandlung des Stiftes 1129 in ein Benektinerkloster. Die Klosterkirche wurde 1135 Petrus und Paulus geweiht und 1140 zur Abtei erhoben. Errichtung der Marienkapelle an der Nordseite des nördlichen Nebenchores im Jahre 1334. Die Bursfelder Reform wurde 1468 eingeführt. Der Dachreiter wird 1490 aufgebaut. Ein gotischer Umbau erfolgte von 1521-1525. Errichtung eines Tonnengewölbes in der Nikolaus-Kapelle um 1600. Der Nordwestturm erhält 1611 eine Turmspitze. Von 1765 bis 1769 Herstellung der Orgel und Schaffung des Hauptaltars. Das Kloster wird 1804 säkularisiert. Im 19.Jh. Errichtung der Westempore. Der Nordwestturm trägt 1972 schwere Sturmschäden davon. Überführung der Kanzel 1977 aus der Haldenslebener Simultankirche. 1980/81 - Wiederherstellung der nordwestlichen Turmspitze. Weihe der Taufkapelle unter dem Südwestturm im Jahre 1985. Das Kirchengebäude wurde 1991/92 neu eingedeckt. Die Strebebögen wurden im Jan. 1993 mit Kupferplatten abgedeckt.