Eckartsberga - Eckartsburg **
Ansehnliche Ruine auf dem Auslauf des langgestreckten Finne- Höhenrückens an einem Paß zur Kontrolle der Straßen von Nürnberg und Frankfurt a. M. nach Leipzig, der "Via regia". Die Gaststätte auf der Burg beherbergt ein Diorama der Schlacht von Auerstedt 1806.
Geschichtliche Daten:
Frühfeudale Burg von Ekkart I. 988 gegründet. In der 2.H. des 12.Jh. Entstehung der heutigen Ruine als Burg der Landgrafen von Thüringen im westlichen Teil der älteren Gesamtburg; die zweiteilige Anlage ist durch ein eindruckvolles Wall-Graben-System geschützt. Die Hauptburg ist rechteckig mit Randbebauung und besitzt einzelne rechteckige Mauertürme. Bemerkenswert ist der kastellartige Charakter der Kernburg. In der Nordwestecke befindet sich ein kräftiger quadratischer Wohnturm. Im 13./14.Jh.: dreistöckiger wenig kräftiger Aufbau auf den zum Teil abgetragenen romanischen Wohnturm aufgesetzt, der ebenerdiger Zugang stammt auch aus dieser Zeit. Südlich daneben befindet sich der zweistöckige, unterkellerte Pallas; Kaminreste und vermauerte Rundbogenfenster an der Grabenfront sind erhalten. An der Ostseite findet man die von Nebenräumen flankierte tonnengewölbte Torhalle. Die Vorburg besitzt einen fast quadratischen Grundriß, das Tor ist nach Süden gerichtet, die Torkammer ist auch tonnengewölbt. Vor der Mitte der östlichen Ringmauer steht ein schlanker frühgotischer Bergfried ("Gefängnisturm") von 7 m Seitenlänge und der 22 m hoch ist. Der Einstieg befindet sich in 9 m Höhe. An der Nordseite sind die ehemaligen Wirtschaftsgebäude zu finden.