Freyburg - Neuenburg ***
Einst die stärkste und nächst der Wartburg wohl die bedeutendste Burg der Thüringer Landgrafen. Jetzt im Gesamteindruck nüchtern, aber reizvoll die Unstrutlandschaft beherrschend. Schloß Neuenburg ist eine Talrundburg und befindet sich auf dem östlichen Ufer der Unstrut.
Geschichtliche Daten:
Um 1080 bis 1090 Erstbau als strategischer Brückenkopf des landgräflichen Territoriums unter Ludwig dem Springer. Von 1190 bis 1217 Residenz unter dem Landgrafen Hermann und von 1217 bis 1227 Residenz unter dem Landgrafen Ludwig III. Um 1220 Errichtung der prächtigen Doppelkapelle. Freyburg kommt 1247 an die Markgrafen zu Meißen und verbleibt danach im wesentlichen unter wettinischer Herrschaft. Ab 1541 erfolgt der Ausbau zum fürstlichen Wohnschloß unter August von Sachsen. Schönstes erhaltendes Ausstattungsstück ist eine Wendeltreppe mit Prachtportal. Weitere Veränderungen erfolgen in den Jahren 1656 bis 1746 unter den Herzögen von Sachsen-Weißenfels: Erneuerung des Fürstensaales (darin Ölgemälde von wettinischen Herrschern) 1666; jetzige Einfassung des inneren Burgtors mit Rustika-Gewände und Maskeim Scheitelstein 1673; Tiefbrunnen hinter dem hinteren Tor 1667; Osttor mit Schilderhaus 1719;