Halle - Dorfkirche Böllberg
Die Dorfkirche Böllberg ist ein sehr gut erhaltener romanischer Bruchsteinbau mit Apsis.
Geschichtliche Daten:
Im Südportal befindet sich ein verwittertes Tympanon mit Rosetten des späten 12. Jahrhunderts. An der flachen Decke ist eine gut erhaltene romanische Schablonenmalerei sichtbar. Die Nordseite mit kleinen hochliegenden Fenstern stellt ein Beispiel der herben und schlichten Dorfkirchen jener Zeit dar. Der Altar - barock, derb und klein mit Akanthusschnitzerei; auf dem Altarblatt Christus am Ölberg. Die Kanzel - mit Beschlagwerk aus dem 16. Jahrhundert. Große romanische Steinfünte Kruzifix in halber Lebensgröße - eine Arbeit aus dem 16. Jahrhundert. Naives Lutherporträt (bemaltes Holzrelief) mit Ohrmuschelrahmen von 1657.

Halle - Burg Giebichenstein **
Die Burg Giebichenstein ist ein Komplex aus Alter Burg (Amtsgarten), Oberburg (Freilichtmuseum) und Unterburg (Hochschule für industrielle Formgebung). Sie wurde erstmalig 961 erwähnt und wurde später Hauptresidenz der Erzbischöfe von Magdeburg als Stadtherren von Halle.
Geschichtliche Daten:
Oberburg: auf einem Porphyrfelsen über der Saale; 1636 Zerstörung durch Brand, erhalten geblieben sind Ringmauer und romanischer Eckturm mit gotischen Oberbau; 1961/65 durch Grabungen Fundamente der romanischen Burg freigelegt. Unterburg: verschobenes Rechteck, dessen vierte Seite vom Felsen der Oberburg gebildet wird, von Graben umgeben; fünf Rundtürme an der Außenmauer (zum Teil nur die Schalen erhalten); im Hof freistehend Kornhaus von 1473; am Turm neben Eingang Relief des heiligen Mauritius um 1470; Herrenhaus Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Burg wurde nach 1919 von Paul Thiersch zur Kunstgewerbeschule ausgebaut.