Ilsenburg - Klosterkirche **
Das ehemalige Benediktiner-Kloster
St. Peter und Paul ist nach 1003 anstelle einer seit Ende des 10. Jahrhunderts urkundlich genannten Reichsburg gegründet wurden. Von der Klosterkirche in Teilen erhalten ist das Mittelschiff und das südliche Seitenschiff sowie die Vierung, der südliche Kreuzarm und der Hauptchor.
Geschichtliche Daten:
Um 1000 wird die Entstehungszeit der ersten Kirche eingeordnet, von der nichts erhalten geblieben ist. Zu 1018 ist eine Weihe überliefert.
Reformierung und fast Neugründung unter dem tatkräftigen Bischof Burchard II. von Halberstadt (1059-1088). Bis zum 12.Jh. ist das Kloster Haupt einer monastischen Gruppe in Niedersachsen, die am "Ordo Ilsenburgensis" festhielt.
In den Jahren 1138-1176 erfolgte eine Erneuerung des Klosters.
Neubau der Klosterkirche von 1078-1087, nach Hirsauer Bauschule. Anfang des 13.Jh. - Schaffung eines heute noch in Fragmenten erhaltenen, einzigartigen Gipsestrichfußbodens mit reichen Verzierungen. Die Gebäude wurden 1525 während der Bauernaufstände beschädigt, nach der Reformation 1549 ging das Kloster in den Besitz der Grafen Stolberg-Wernigerode, die es im 17. Jh. als Wohnsitz benutzten. Abbruch der nördlichen Teile der Kirche 1573, Einbringung niedriger Gratgewölbe im Mittelschiff, die den zum Teil abgetragenen Obergaden ganz verdecken.
1706 - Einbau des kunstvoll geschnitzten evangelischen Hochaltares, der die Leidensgeschichte und Auferstehung Christi symbolisiert. Die Gebäude im Westen der Klausur wurden 1862 zu einem neoromanischen Schloß ausgebaut.