Landsberg - Doppelkapelle St.Crucis *
Die Doppelkapelle St. Crucis ist der einzig vollständig erhaltene Teil der Burg der Markgrafen von Landsberg. Der freistehende, turmartige, geschlossene Rechteckbau mit drei gleichhohen Apsiden und Treppenrisalitan der Südseite ist ein Kleinod der spätromanischen Architektur im östlichen Mitteldeutschland.
Geschichtliche Daten:
Entstehungszeit um 1170; Ursprünglich zweigeschossig wurde das dritte Geschoß zu Wohnzwecken in spätgotischer Zeit, das Walmdach 1662 hinzugefügt. Die Kapelle wurde 1860/61 und 1928-30 restauriert. Das Innere ist in seiner räumlichen Gliederung eine Durchdringung von dreischossigen Längsbau und Doppelkapellenschema.
Die Bauornamentik an den Säulen und Pfeilern zeigt erstaunlichen Formenreichtum und ist von hoher Qualität.
Die Kapitelle zeigen im allgemeinen eine gedrückte Würfelform mit reichen Palmettendekor, zu dem im Untergeschoß vielfach noch figürliche Motive treten. Die männliche und die weibliche Halbfigur eines Kapitells wird von der Forschung als Stifterehepaar angesprochen. Der vorzügliche Schnitzaltar aus der Zeit von 1525/30 wird Stephan Hermsdorf zugeschrieben. Ein Grabstein mit Ritzzeichnung eines Stabkreuzes stammt aus dem 13. Jahrhundert.