Leitzkau - Pfarrkirche
Die Pfarrkirche St. Peter wurde nach 1107 vom Brandenburger Bischof Hartbert als hölzerne Kapelle bei einem bischöflichen Hof gegründet und 1114 durch einen Steinbau ersetzt.
Geschichtliche Daten:
Einrichtung eines Prämonstratenserstifts 1133 und Besiedlung durch das Magdeburger Liebfrauenkloster; Bestimmung zum künftigen Brandenburger Domkapitel. Einweihung eines Neubautes im Jahr 1140 und Verlegung des Stifts auf eine Anhöhe außerhalb des Ortes. Um 1620 Restauration und Anbau im süd-westlichen Teil mit Treppe zur schlichten hölzernen Hufeisenempore im Mittelschiff. Neuerlicher Ausbau im Jahr 1737 - Bau einer Herrschaftsloge und eines säulengeschmückten Kanzelaltars; Bekrönung des Turms 1740.

Leitzkau - Stiftskirche **
Das ehemalige Prämonstratenserstift "Sancta Maria in monte" befindet sich nord-westlich des Ortes.
            
Fotorechte:Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Fotos: Christoph Jann
Geschichtliche Daten:
1138/39 Ansiedlung von Prämonstratenster-Chorherren an der heutigen
St. Petrikirche durch Bischoff Wigger von Brandenburg
1140er Baubeginn der Stiftsanlage „Sancta Maria in monte“
1155 In Anwesenheit von Albrecht dem Bären findet durch Erzbischof Wichmann die Weihe der Stiftskirche statt. Die Anlage hatte nun den Rang eines Bischofssitzes.
1161/65 Durch die Wiedererrichtung des Brandenburger Bistums verliert Leitzkau seine herausragende Stellung.
1517 Im Zuge der Reformation kommt es schon frühzeitig zu Klosteraustritten.
Der Konvent steht in Teilen der reformatorischen Idee positiv aufgeschlossen gegenüber.
1535 Auf Veranlassung des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg wird das Klosterstift aufgelöst. Der Besitz fällt in den kurfürstlichen Besitz. In der Folgezeit ist das Kloster oft Pfandstück mit wechselnden Besitzern.
1564 Am 2. April erwirbt der Obrist Hilmar von Münchhausen für 70.000 Taler das recht zerfallene Stift. Er beginnt mit dem Aus- und Umbau in eine Renaissance-Schlossanlage.
1573 stirbt Hilmar von Münchhausen und hinterlässt Leitzkau als ungeteiltes Erbe seinen Söhnen.
1591 Umbau der Stiftskirche zur Schlosskirche.
1592 Hilmars Sohn Statius kauft seinen Brüdern ihre Anteile ab und ist damit Alleinbesitzer der Schlossanlage.
1679 Die erfolgte Teilung des Schlosses in die Neuhaus- und Althauslinie hat Bestand bis 1945. Eine durch den Hof verlaufende Mauer dokumentierte dies durch die Jahrhunderte.
1945 Verlust von Schloss Althaus durch Kriegseinwirkungen. Nach fast 400 Jahren wird die Familie von Münchhausen von Hof und Gut vertrieben.
1945-60 ist Schloss Neuhaus Wohnstatt für zahlreiche Flüchtlinge.
1950 Abriss der Ruine Althaus – bis heute eine schmerzliche Lücke – lediglich ein achteckiger Treppenturm und ein Giebel vor dem Querhaus der Basilika sind noch erhalten.
1959 Ausbau von Neuhaus zur 10-klassigen Oberschule. In dieser Zeit erfolgt auch der Rückbau der Schlosskirche zur romanischen Basilika.
Heute ist die Basilika in ihren alten romanischen Strukturen erlebbar.
1994 Das Land Sachsen-Anhalt übernimmt die Schlossanlage.
1996 Errichtung der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt. Die Schlossanlage wird der gemeinsame Verwaltungssitz der Schlösser- und Domstiftung.
1997 Endgültiger Auszug der Schule. An der gesamten Schlossanlage setzten umfangreiche Bauaktivitäten ein, die bis 2005 abgeschlossen waren.
2005 Fusion der Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Domstiftung des Landes Sachsen-Anhalt zur Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.
2005 850. Wiederkehr der Weihe der Stiftskirche "Sancta maria in monte"
2008/09 Restaurierungsarbeiten im Schloss Hobeck. Den Hauptteil der Arbeiten bildete die Restaurierung der Decke des Kemenatensaales mit ihrer Groteskenmalerei aus der Renaissancezeit.
Die letzten baulichen Veränderungen fanden in den Jahren 2008/09 statt. Dabei wurden Restaurierungsarbeiten im Schloss Hobeck durchgeführt. Den Hauptteil der Arbeiten bildete die Restaurierung der Decke im Kemenatensaal mit ihrer Groteskenmalerei aus der Renaissancezeit.
Öffnungs-
zeiten:
Schlosshof und Basilika sind ganzjährig (Montag - Freitag) von 08.00 - 16.00 Uhr geöffnet.
zusätzlich: März - Oktober: Sa/So/Feiertag 10.00 - 16.00 Uhr
Während dieser Zeit kann auch die Dauerausstellung zur Bau- und Nutzungsgeschichte besichtigt werden.
Führung: März – Oktober: So 14.00 Uhr und nach Voranmeldung unter Tel. 039241 / 41 68
Parkplätze befinden sich unmittelbar vor dem Schloss
Ansprech-
partner:
Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Am Schloss 4
OT Leitzkau; 39279 Gommern
Tel.: 039241 / 934 - 0; Fax: 039241 / 934 – 34
leitzkau@dome-schloesser.de
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www.dome-schloesser.de