Magdeburg - Kloster Unser Lieben Frauen ***
Die wechselnden historischen Ereignisse sind für die
Entwicklung des Klosters von großer Bedeutung.
Unterschiedliche Bischofspersönlichkeiten und
Ordenszugehörigkeiten prägten das geistige Leben einer
Klerikergemeinschaft und wirkten sich unmittelbar auf das
Baugeschehen an ihrer Kirche und Klausur aus.
Geschichtliche Daten: - Panorama -
Erzbischof Gero verwandelte 1012-1023 ein zerstörtes Hospital in ein Kollegiatstift um und baute eine neue Kirche, die er Maria weihte. Erzbischof Werner ließ 1063-1078 einen Neubau errichten, der noch heute in der Kirche erhalten ist. Das Kloster wird 1129 von Erzbischof Norbert dem Orden der Prämonstratenser übergeben und siedelte sie im Kloster Unser Lieben Frauen an; 1597-1612 wurde das Kloster protestantisch und erhielt mit Adam Löder einen ersten evangelischen Propst. Bereits im 17. Jahrhundert bahnte sich eine neue Entwicklung an - das Bürgertum strebte nach Bildung und Schulneugründungen. 1701 konnte man im Kloster von einer regelrechten Schule sprechen. Schulleiter Probst Gotthilf Sebastian Röttger verhalf der Klosterschule zu hohem Ansehen. 1834 wurde die Säkularisierung und damit Gleichstellung mit dem staatlichen Schulbetrieb vollzogen; Nach dem ersten Weltkrieg erfolgte die Zusammenlegung mit dem Domgymnasium. Nach der starken Zerstörung im zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau und einige Reste der Schulgebäude wurden 1952 in neue Museumsräume verwandelt. Seit den 1970er Jahren wurde die innere Klausur nach und nach zu einem Kunstmuseum ausgebaut. Die Kirche wurde 1975 als Konzerthalle umfunktioniert. Bis Ende der 1980-er Jahre war im Kunstmuseum die Nationale Sammlung Kleinplastik der DDR ausgestellt - danach die Nationale Sammlung Plastik, deren Bestände nach 1989 in den Besitz der Stadt Magdeburg übergegangen sind. Das Magdeburger Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen hat sich jetzt in den letzten Jahren zu Sachsen-Anhalts wichtigstem Museum für Plastik - insbesondere der zeitgenössischen Kunst - entwickelt.

Magdeburg - Dom St. Mauritius und St. Katharina ***
Die Geschichte des Domes geht weit zurück zu den Anfängen deutscher Geschichte. Im Jahre 805 wird im Diedenhofer Kapitular
Karls des Großen das fränkische Grenzkastell Magadaburg erstmals erwähnt. Wie Grabungen ergaben, lag diese Befestigung auf dem Domfelsen im Bereich des heutigen Domplatzes.


wichtiger Hinweis:
Aus baulichen Gründen sind in diesem Jahr keine Turmführungen möglich. Die Öffnungszeiten des Domes sind in diesem Jahr auf die Zeit von 10 bis 16 Uhr beschränkt, weil im Dom die neue Orgel intoniert wird. Domführungen finden auch nur in der Zeit zwischen 12.30 und 16 Uhr statt.

Geschichtliche Daten:
Das Benediktinerkloster St. Mauritius wurde 937 vom sächsischen König Otto I. gestiftet. 955 - Erweiterung der Klosterkirche und Grablege Königin Edithas zur Basilika. Der erste Dom (viertürmige Basilika mit Querhaus) dient 968 als Kathedrale des neuen Erzbistums Magdeburg .
973 - Beisetzung von Kaiser Otto I. im Dom zu Magdeburg. Der ottonische Kaiserdom wurde 1207 durch einen Stadtbrand zerstört. Im Jahre 1209 Baubeginn des gotischen Neubaus unter
Erzbischoff Albrecht II.v. Kefernburg; traditionelle "romanische" Bauformen wie Bündelpfeiler, tragendes Mauerwerk mit eingesparten Fensteröffnungen und halbrunde Bögen und die spätromanische Kapitelle im Chorgang wurden errichtet.
1363 - Innenweihe des Domes unter Erzbischoff Dietrich von 1477-1520 erfolgte der Weiterbau der Westfassade und die Vollendung der Domtürme. Erste evangelische Predigt im Dom durch Domprediger S. Sack im Jahre 1567. 1810 - Auflösung des Domkapitels unter Kaiser Napoleon. Eine städtische Domgemeinde wurde 1869 gegründet. Generalinstandsetzung des Domes von 1826-1834. Von 1944-1945 wurden Westfront, Gewölbe, Innenausstattung und Klausur zerstört.
Der Dom wird
1955 wieder eingeweiht. Zweite große Restaurierung fand 1983 statt. Zentrale Stelle der kirchlichen Friedens- und Basisarbeit im Jahre 1989.

Magdeburg - Kirche St. Petri
Der romanische Westturm gehört zum ältesten Teil der katholischen Pfarrkirche St. Petri. Der Turm wurde um 1150 angelegt und gehörte ursprünglich zu einer kleinen Dorfkirche des Ortes Frose.
Geschichtliche Daten:
Errichtung der dreischiffigen gotischen Hallenkirche im Jahre 1380. Mit Beginn der Reformation wurde St.Petri 1522 protestantisch. Die Zerstörung Magdeburgs durch Tilly 1631 hinterließ auch an St.Petri schwere Schäden. Schwere Zerstörung nach dem Bombenangriff in Magdeburg im Januar 1945. Von 1962-1970 Wiederaufbau durch die katholische Kirche und Einweihung am 22.11.1970 durch Bischoff Johannes Braun. 1988 wurde eine neue Orgel errichtet und die Glockenstube des Turmes wurde wieder mit 3 Glocken besetzt.

Magdeburg - Kanonikerstift St. Sebastian *
Das Kanonikerstift St.Sebastian zählte zum Kranz der Stiftskirchen, die den bischöflichen Bezirk umgaben. Ihre Anfänge gehen auf Erzbischof Gero (1012-1023) zurück.
Geschichtliche Daten:
Um 1015 gegründet, stand das Stift zunächst unter dem Doppelpatrozinium Johannes des Evangelisten und des heiligen Märtyrers Sebastian und stellte eine dreischiffige kreuzförmige Basilika mit romanischen Wehrtürmen dar.
Die Stiftsherren zu St. Sebastian entsagten 1558 zwar dem Katholizismus, besuchten aber weiter die Predigt am Dom. Domprediger S. Sack hielt 1573 den ersten evangelischen Gottesdienst. Der Niedergang des Sebastiansstiftes setzte 1550 ein und während einer Belagerung der Domimmunität, wurden die Türme als Schießstände für Kanonen benutzt und die Schallarkaden teilweise vermauert. Beginn des Wiederaufbaus im Jahre 1650, nach dem der Dreizigjährige Krieg nur noch eine Ruine hinterlassen hatte. 1692 - Wiedereinrichtung des Gottesdienstes. Im Zuge des Napolonischen Krieges wurde das Stift 1810 aufgelöst und der Bau wurde seit 1810 von der französischen Garnison als Salzmagazin, Bier- und Branntweinspeicher, Feldschmiede und Werkstatt genutzt. Magdeburg kam 1814 an Preußen u. die Kirche wurde Eigentum des Staates. Die Kirche wurde 1873 Eigentum der Stadt Magdeburg. Die Sebastianskirche wird 1878 Pfarrkirche der römisch-kath. Gemeinde. Der erste katholische Gottesdienst wurde gehalten. Beschädigung 1945 nach einem Bombenangriff. Im Zeitraum von 1953-1959 erfolgte eine umfassende Renovierung. Seit 1949 dient die Kirche St.Sebastian dem in Magdeburg residierenden Weihbischof der Erzdiözese Paderborn als Bischofskirche.