Merseburg - Dom ***
Der Dom St. Johannes d. T. und Laurentius, gelegen auf einen Hügel am Rand der Altstadt auf dem westlichen Hochufer der Saale, bildet zusammen mit dem angrenzenden Schloß die beherrschende Baugruppe der Stadt.
Geschichtliche Daten:
Vorgängerbau 931: Eine Johannes dem Täufer geweihte Stifts-Kirche errichtet durch König Heinrichs I. Erhebung zur Kathedrale bei Gründung des Bistums 968. Die Größe und die genaue Lage dieses Baus sind unbekannt. Beginn des Baus des Doms 1015 neben der älteren Anlage als dreischiffige Hallenkirche.
Im 11.Jh. erhebliche Veränderungen am Neubau. Kaiser Heinrich III. nimmt 1042 an der feierliche Weihe teil.
Unter Bischof Tilo v. Trotha erfolgte 1510 bis 1517 eine gründliche Erneuerung des gesamten Baus einschließlich der Ausstattung. Sicherung des Baus in der 2.H. des 17.Jh.: Stützpfeiler am SW-Turm, neuer Helm des NO-Turmes und Erneuerung der Ausstattung. Restaurierungen in den Jahren 1839, 1844/45, und 1883-1986 folgen. Restaurierung des Innenraumes wurde 1955 vorgenommen. Beginn Innenrestaurierung im Jahr 1972.

Merseburg - Neumarkt-Kirche *
Die Neumarkt-Kirche St. Thomas ist von Ost nach West in zwei, wohl unmittelbar aufeinanderfolgenden Phasen entstanden; die Ostteile wurden bereits 1188 genutzt.
Geschichtliche Daten:
Zwischen 1173 und 1188 ist der Baubeginn einzuordnen. 1188 - angeblich mit Benediktinernonnenkonvent verbunden.
Mit Kollegiatstift in der 1.H. des 13.Jh. verbunden. Bei Restaurierung im 14.Jh. nördliches Seitenschiff, südliche Nebenapsis und Sakristei auf der Südseite des Chorquadrates abgebrochen. Wegen des angestiegenden Grundwasserspiegels wurde das Gelände 1825/26 ca. 1,5 bis 2 m aufgefüllt, so daß der Bau wie eingesunken wirkt.
Umfassende Restaurierung in den Jahren 1912 bis 1913. Turmreparatur 1987; Seit 1991 umfassende Sanierung mit Unterstützung der Stiftung Umwelt.