Naumburg - Dom ***
Der Neubau des Doms zu Naumburg ist der Nachfolger einer Marienstiftskirche (sie stand an der Stelle des Westchores) und des frühromanischen Doms, der kleiner als der spätromanisch/gotische war.
Geschichtliche Daten:
Erwähnung der Marienstiftskirche im Jahr 1021. Die Kirche wurde 1250 abgetragen, um den Dom-Westchor errichten zu können. Von 1028 bis 1040/50 erfolgte der Bau des frühromanischen Doms nach Verlegung des Bistums von Zeitz nach Naumburg. Beginn des Baus des heutigen Domes vor 1213 unter Beibehaltung derfrühromanischen Ostteile. 1210 bis 1250 - Vollständiger Neubau von Ost nach West mit wesentlich rheinisch-westfälischen Einflüssen des Ostchores, der dreiteiligen Kryptenanlage, des dreijochigen Querhauses, der Osttürme in den Winkelnzwischen Querhaus und Chor, des basilikalen Langhauses, der quadratischen unteren Geschosse, der beiden seitlich weit ausspringenden Westtürme. Gleichzeitig mit dem Dom entstand 1250 ein Kreuzgang an der Nordseite (Gewölbeschildbögen und Rippenansätze sind erhalten geblieben). Errichtung des frühgotischen Westchores 1330. Verlängerung des Ostchores um 1500. Hinzufügung des mit spätgotischen Maßwerkformen verzierten oberen Geschosses im Jahr 1532. Ein Brand zerstörte die gesamte Bedachung; Aufsetzen der Kupferhauben und Laternen der beiden Osttürme in den Jahren von 1711 bis 1713. Beginn der Gesamtinstandsetzung 1961.