Nienburg - Klosterkirche St. Marien und Cyprian
Von der Bedeutung des Ortes Nienburg, 5 km nördlich von Bernburg an der Mündung der Bode in die Saale gelegen, zeugt der heute noch eindrucksvolle Bau der Benediktiner-Klosterkirche St. Marien und St.Cyprian
auf einer felsigen Anhöhe über dem linken Ufer der Bode.
Geschichtliche Daten:
Markgraf Thietmar und Erzbischof Gero von Köln gründen 970 das Kloster Thankmarsfelde. Otto II. verlegt 975 die Abtei nach Nienburg. Die Abtei erhält 1035 das Recht zur Anlage eines Marktes und einer Münze in Nienburg.
Abtei wurde 1042 niedergebrannt. Der Nachfolgebau entstand von 1042-1060, gefördert durch Heinrich III., von typisch sächsischen Grundriß mit kreuzförmiger Ostpartie aus Querhaus, Chorquadrum und drei Apsiden, dreischossigen Langhaus mit Stützenwechsel und einem dem östlichen Querhaus im Grundriß gleichenden westlichen Emporenquerbau. Das Kloster Nienburg verliert 1166 die Reichsunmittelbarkeit und wird dem Erzbistum Magdeburg unterstellt. Markgraf Otto von Brandenburg brennt 1242 den Ort und das Kloster nieder. Nienburgs Bedeutung und einflußreiche Stellung schwinden im 13./14.Jh. Das Kloster tritt 1456 der Bursfelder Kongregation bei. Rückkehr des Abtes nach Nienburg im Jahre 1528. Die Benediktinerabtei wurde 1552 durch das fürstliche Haus Anhalt aufgehoben.