Schulpforta - Klosterkirche und Zisterzienserkloster *
Das 1128 in Schmölln gegründete Benediktinerstift wurde wenige Jahre später mit Zisterziensern aus Walkenried besetzt und urkundlich 1137 nach Porta, dem heutigen Schulpforta verlegt.
Geschichtliche Daten:
Der ursprüngliche Bau präsentierte sich als kreuzförmige , flachgedeckte Basilika mit einem äußerst gedehnten vierjochigen Langhaus, das ungewöhnlich niedrig war. Der Nachfolgebau wurde erhöht, eingewölbt und das Mittelschiff sowie das südliche Seitenschiff verlängert. Das Kloster stellte eines der reichsten und mächtigsten Kloster im 12.-14.Jh. in Mitteldeutschland dar. Größere Instandsetzungsarbeiten nach einem Brand 1436. Restauration an den Klausurbauten 1503 und Wirtschaftsgebäuden. Im Südwesten vor dem Haupttor des Klosterbezirks Errichtung einer Betsäule auf hohem Sockel im Jahr 1521. Nach Säkularisierung von 1544 war es sächsische Landeshochschule. Errichtung eines großen rechteckigen Fürstenhauses, das unter weitgehender Beibehaltung des Erdgeschosses der romanischen Infirmitur von 1568-1575 entstanden ist. Von 1631-1673 war die Tradition einer der berühmtesten Schulen Deutschlands infolge des 30jährigen Krieges unterbrochen. Nach Einbrüchen im Dreißgjährigen Krieg größere Ausbauten in den Wohn- und Schlaftrakten von 1782-1805. Gotischer Neubau des Torhauses 1854.