Walbeck - Ruine der Stiftskirche und Sarkophag von Graf Lothar II. *
Vermutlich wurde die Stiftskirche im Jahre 942 als Kollegiatsstift des Benediktinerordens von Graf Lothar II. gegründet. Der Gründungsbau der Stiftskirche war eine flachgedeckte, kreuzförmige Pfeilerbasilika aus Hau- und Bruchsteinmauerwerk.
Geschichtliche Daten:
Um 1000 erste westliche Erweiterung. Niederlegung der Burg 1219; das Stiftsgebäude wurde zerstört, Abbruch des Westquerturms. Im 13.Jh. umfangreiche Restaurierung am Kirchengebäude, Errichtung von Nebenräumen am Chor. Nach der Einführung der Reformation wurde die Kirche 1591 ein evangelisches Stift. Säkularisation fand 1810 statt.
Die Stiftskirche geht
1832 an die Gemeinde als Armenhaus.
Von
1855-1888 Teilabbruch der Apsis, Abbruch des Dachreiters, Abbruch des Mittelschiffdaches. Am Ende des 19.Jh. Instandsetzungen, der Querschiffnordgiebel wird erneuert. Die nördliche Hochschiffwand fällt 1908 ein. 1910 erfolgt die Instandsetzung der südlichen Hochschiffwand und die Vormauerung von Strebepfeilern. Wissenschaftliche Erforschung der Ruine von 1932-1935 durch Hans Feldkeller;
Umfassende Instandsetzung; Feldkeller entdeckte die Grabanlage des Gründers, Graf Lothar II. von Walbeck.
Die Grabanlage kann nicht besichtigt werden, doch der Sarkophag für den Gründer ist in der Dorfkirche zu sehen.