Zeitz - Moritzburg *
Die Moritzburg (seit 1663 benannt nach der Residenz ihrer Gründer, der Herzöge von Sachsen-Zeitz) ist die ursprüngliche Burg der Bischöfe von Zeitz Naumburg.
Geschichtliche Daten:
Ein Teil der im 10. Jahrhundert gegründeten Bischofsburg ist der ehemalige
Dom St. Peter und Paul (nach 1028 Stiftskirche, seit 1664 Schloßkirche St. Trinitatis und jetzt katholische Pfarrkirche), eine vierjochige Hallenkirche aus Sandstein-quadern mit Querhaus und gestrecktem Chor aus Quadrum und fünfseitigem Polygon. Die Baugeschichte wurde bisher kaum untersucht. Der älteste Teil ist die dreischiffige, vierjochige Hallenkrypta unter dem Chor. Sie besitzt scharfgratige Kreuzgewölbe zwischen kräftigen Gurten auf Säulen, deren kämpferlose Kapitelle sich der Trapezform nähern. Die Kapitelle stammen wie die Krypta aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Der Außenbau ist insgesamt schlicht und ist charakterisiert durch die schnelle Folge der schlanken Strebepfeiler mit Giebelchen und Kreuzblumen sowie durch die großen Fenster mit spätgotischen Maßwerk. Der Innenraum ist weit und licht, es fehlt eine Farbverglasung der Fenster. Bestimmend ist die barocke Ausstattung der Schloßbauzeit, dazu gehören unter anderen die zweigeschossige prunkvolle Altarschauwand von 1671 und eine prächtige hölzerne Kanzel von 1676.